Blog-Artikel aus der Kategorie „Sonstiges“


    Wir suchen und streben. Weiter und weiter und weiter hinaus.

    Uns steht etliches offen. Und es dürstet unser Geist nach dem Unbegrenzten.


    In uns, zu uns spricht der Mythos des Gartens Eden, der Mythos, der von einem wirkmächtigen "Essen aus dem Baum der Erkenntnis" erzählt, "um so zu sein wie G*tt", das heißt also, um jede uns gesetzte Grenze zu sprengen; ein Mythos, der in seinem Kern schon bei den Sumerern festgehalten wurde und aller Wahrscheinlichkeit nach sogar schon davor als mündliche Überlieferung vorhanden gewesen ist, und mindestens siebentausend Jahre alt sein dürfte. Man hat nämlich heutzutage komplexe linguistische Indikatoren herausgearbeitet, welche ermöglichen, einer älteren mündlichen Wurzel bei Erzählungen nachzuspüren und ihr Alter grob einzuschätzen.


    Das Erschütterndste an diesem Mythos ist der zustoßende Verlust, das letztliche Sich-Behaupten von Grenze, somit zuletzt der Gesang der Schwäche hinter dem Versuch nach deren Sprengung; der große Gesang vom

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    Ja, auch ich entstamme einer Mutter.


    Dem Wort "entstammen" ist Separation inhärent: "ent-" als Vorsilbe der Trennung. In meiner Mutter - soweit ich es heute verstehe - dürfte eine Phantasie der Un-Separiertheit vorwiegend geherrscht haben: "So lange ich lebe, bist Du teilweise noch in den Ausläufern meiner Gebärmutter..." Nicht daß sie so gesprochen hätte. Aber, was sie empfand und was sie sagte, scheint mir heute in Richtung einer solchen herrschenden Herrsch-Phantasie gegangen sein.


    Einmal, ich war schon weit über Zwanzig, "drohte" sie mir in gewisser Weise und in meinen heutigen Worten "Verfolgung bis auch nach ihrem Tod" - und ich würde heute hinzufügen, daß sie wohl unbewußt meinte: "Im Falle meiner Separation"... Wortwörtlich sagte sie: "Noch nach ihrem Tod würde sich ihr Arm aus dem Grab erheben..."


    Sie meinte es gut... Leider. Ich nehme stark an, daß sie sich mir gegenüber schuldig fühlte. Ihre "Schuld" verarbeitete sie nicht. Sie lebte sie unbewußt aus. Mit Putzzwang und

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    Die Nächte sind gut geworden. Ich schlafe gut und gerne. Wenn ich dann am Schreibtisch sitze, versucht Depressives mich zu packen, wenn ich nicht sofort Klares zu erledigen habe. Es packen mich Fluchtimpulse, zurück ins Bett für die nächsten siebzig Jahre... ungefähr...


    Schreiben hilft mir... Meine Sehnsüchte kann ich nur so - indirekt - "beantworten". Ein armer Mann...? Sicher... Aber nicht nur. Es ist noch einige Fruchtbarkeit da...


    Wollen wir sehen, wie dieser arme Mann noch etwas halbgar Gutes zustande bringt... Kein Kind mehr mit eigenem magischem "Zuhause"...


    Im Exil der Tage einiges Fruchtbares zustande zu bringen, bringt mir Momentchen von Frieden. Kleine Exil-Aufhebungen... Eine winzige Ahnung, eine Vorwegnahme von Trost und Rückkehr? Ein armer Mann, nicht ganz un-tapfer, nicht ganz verlassen, nicht ganz verloren... Es lebt noch einiges in ihm...

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    Die Nacht schien mir recht gut gelaufen zu sein. Doch beim Aufstehen wurde ich widerständig und spürte, wie Depressives sich an mich heranpirschte und mich zu umklammern versucht. Mit ein Auslöser kann es gewesen sein, daß meine Pflegerin einen Schaden am Auto hatte und nicht wiederkommen konnte.


    Ich merke, wie fragil ich bin.


    In mir schlummert ein kriegsverletztes Wesen mit unklaren Sehnsüchten... "Die Zeit wundet alles Heile..." sagte Woody Allen... Und doch bietet das Leben Momente wahrer Schönheit auch an. In solchen Momenten erfährt man Transzendenz... Bruchstücke davon... In diesen Bruchstücken ist Heimat. Was Heimat auch sei...

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    Da bin ich also... Oder...? Ich hoffe ja.


    Ja, ich suche. Mein Geist verliert sich in den Bildern der Vergangenheit. Und ich suche nach dem Durchschlupf in einen Geheimgarten.

    Gibt es so etwas? Ja und nein... Klares Ja und klares Nein...


    Ich weiß nicht, um welche Art von Geheimgarten ich Ausschau halte. Wenn ich lese, huscht er manchmal geschwind vor meinen Augen. Auch wenn ich in der Klinik bin und die anderen Menschen betrachte. Und manchmal wenn ich schreibe... Ich suche einen Ort zum Verweilen. Und weiß nicht so richtig, was ich mit "Verweilen" tatsächlich meine. Ich ersehne, ohne den Namen meiner Sehnsucht zu kennen.


    Den Tod sehe ich nicht als Feind an. Doch würde ich so gerne meine verbleibende Zeit "kreativ", lernend und ohne allzu große Beklemmungen leben. Einige meiner Verwandte sehen, vor allem meine um einige Monate ältere Lieblingscousine. Und meinen Halbbruder, seine Frau und seine Enkeln. Ich möchte noch einige weitere Sprachen lernen, viel lesen, viel schreiben.

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    Auch wenn ich mir hier jetzt gerade dezent blöd vor komme wie ich hier im Internet über meine Gefühle rede, fange ich mal am besten damit an zu sagen,

    dass es mir momentan sehr schlecht geht.

    Ich bin jetzt seit etwa elf Wochen krank und werde auch nicht gesund und ich glaube, dass das daran liegt, dass mein Körper nicht gesund werden kann, weil es mir innerlich so mies geht. Schulisch ist gerade alles seit mehreren Monaten absolut stressig und ich kann mich auch nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte Mal richtig glücklich war.

    Es wird mir gerade alles ein bisschen zu viel. Schulisch geht gerade alles echt richtig den Bach herunter und alle Sachen, von denen ich dachte ich könnte sie gut, werden nichts mehr. Ich bin die ganze Zeit nur noch gestresst, sodass ich kaum Zeit habe was mit Freunden zu machen und wenn dann ist es auch da irgendwie sehr angespannt, weil ich seit mehreren Monaten irgendwie Streit mit einer (meiner vielleicht ehemals sehr engen) Freundin habe. Und

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