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    Nur ein Gefühl...


    30. Nov.


    Wieder kann ich nicht schlafen. Ruhelos sitze ich auf meinem Bett. Kann nur schwer die Tränen zurückhalten. Ab und an kullern sie hervor..

    Sie würgen mir auch im Hals, als drückt etwas mit grossem Druck darauf, immer und immer wieder. Gedanken kommen plötzlich angeflogen wie ein Pfeil, mir wird dann kurz schwarz vor Augen, und....


    Plötzlich sitze ich wieder in meinem alten Kinderzimmer. Ich erkenne alles wieder, jedes Detail stimmt mit meiner Erinnerung überein. Mein alter Fernseher von Grundig steht, vor die Wand mit der grünen Tapete gerückt, auf meinem alten Tisch, der schon seit den frühen 2000er Jahren nicht mehr zu meinem Mobilar gehörte.


    Meine längst verstorbene, geliebte Katze sitzt neben mir auf meinem Bett, schaut mich an, miaut mich neugierig in ihrer gewohnten Art an. Ich streichle Sie, und es ist wieder wie früher. Dankbar schmiege ich mich an sie, kann ihr behagliches Schnurren deutlich spüren. Wie habe ich es vermisst, hier zu sein.

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    Mir ist in den letzten Tagen, und nicht nur dort, vermehrt klar geworden, wie es sich wirklich verhält mit meiner Hilflosigkeit. Ja, ich sogar eine eklatante Hilfebedürftigkeit vermittle. Ich fragte mich dann selber, ob ich sowas denn überhaupt will. Aber diese Frage an mich selbst ist bloss noch ein Witz, denn ich kann mir aufgrund der Verfahrenheit meiner Situation ohnehin nicht mehr selbst helfen. Bin völlig passiv allzu häufig.


    Das zieht, um es mal so zu sagen, solche an, die mich und meine für jeden ersichtliche, missliche Lage doch allen ernstes dafür missbrauchen wollen, sich selbst in ein besseres, für sie komfortableres Licht zurücken. Oftmals sind es Menschen, die vorgeben, dass es ihnen Freude bereite, anderen, gequälten Seelen "Gutes zu tun", in Wahrheit aber sind ihre Absichten oftmals nicht mehr als Nahrung für ihre persönl. Selbstbestätigung. Und die Verlogenheit dieser Menschen lässt mich erschauern. Denn Menschen wie ich sind Nahrung für Sie. Und je

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    Sa, 28 Nov.



    Ich kann nicht einschlafen. Es ist nun fast 1 Uhr in der Nacht, doch etwas lässt mich wieder nicht zur Ruhe kommen.


    Meine Einsamkeit kann, und wird mir keiner nehmen. Es tut so weh, niemanden zu haben, der neben mir sitzt und zuhört. Der mir Trost spendet. Mit 36 Jahren bin in völlig allein, und ich bringe es auch nicht fertig, alte Freunde anzurufen. Ich fühle mich wie paralysiert.



    Ich finde keine Worte mehr dafür.

    Als würde dieses erzwungene Einsamsein, und das ist es, was es ist, mein Leben zur Niederlage erklären. Ich habe keine Hoffnung, wie es sich irgendwie ändern kann.



    Die meisten haben ihr Leben, ihren Freundeskreis.

    Ich bekenne, ich hatte schon als Kind nicht viele Freunde, mit denen ich irgend etwas teilte. Ich war versessen darauf, niemandem etwas anzuvertrauen, so waren es nicht mehr denn oberflächliche Bekannte für mich.


    Mich verband auch, was die

    Interessen anbelangte, mit den wenigsten etwas. Die meisten sah ich nur während der Schulzeit..Mit wem

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    27.11, Fr.



    Im Augenblick geht es mir wieder besser. Ich möchte nicht übertreiben, aber im Augenblick kann ich's ertragen.

    Könnte daran liegen, weil ich mich eben wieder zum Blätter fegen aufgerafft habe, was mir sehr hilfreich ist, gerade, wenn ich so einen Overflow an neg. Gedanken habe. Es ist ein einfacher Weg, mit mir wieder ins Reine zu kommen.

    Ich bin zuversichtlich für die nächsten Stunden, jedoch nicht für den restlichen Tag, DENN:

    Sobald wieder etwas entsteht, welches mein Empfinden wieder ins Gegenteil verkehrt, werde ich wieder mir nicht erklären können, wie ich derartige Zufriedenheit empfinden konnte. Das alte Lied...

    Ich gestatte mir jetzt die Zufriedenheit, sehe es aber realistisch..

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    26. November 2020.


    Ich wollte an dieser Stelle gerne mal etwas zu meinen Hörgewohnheiten erzählen, und die sind breit gefächert:


    Ich schätze zuerst einmal gute, handgemachte Rockmusik, gerne älter..Fleetwood Mac (und d. heisst Sämtl. Besetzungen), Cream, Eric Clapton, Jimi Hendrix, Deep Purple, Canned Heat, Jefferson Airplane, Joe Cocker und natürlich die Doors, nicht zu vergessen aber auch die Eagles und Little River Band, Patty Smith und Bob Seger Band..


    Dann natürlich die Beatles, besonders John Lennon.


    Dann auch sehr gerne Progressive Rock, als da wären, oder vielmehr waren: Genesis, Yes, Emerson, Lake and Palmer, Procol Harum, Baker Gurvitz Army, Van der Graaf Generator, Magma.


    Dann natürlich Bluesgrössen wie BB. King, Robert Johnson, Freddie King und Willie Dixon.


    Im Bereich Jazz sind es das Dave Brubeck Quartet, Miles Davis, Elvin Jones Trio oder auch gerne mal die Buddy Rich Big Band.


    Dann percussive Weltmusik, wie z.B Fela Kuti(mit Ginger Baker), Guy Warren, oder

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    26. 11. 2020



    Es ist wieder nicht zu ertragen.


    Jeden Morgen dieses Gefühl.


    Deswegen hasse ich den Morgen.


    Ich hasse es, aufzuwachen.


    Aus dem Fenster zu sehen, und festzustellen, alles ist genauso freudlos und verloren wie immer.


    Am schlimmsten ist es, andere um ihr Glück zu beneiden.

    Das entsetzliche Gefühl der Scham..Dann immer diese Fragen:

    Warum kann ich mir nichts Besseres bieten? Warum muss ich so etwas meinen Eltern zumuten?


    All die Begünstigten, die dieses Elend nicht dergestalt erleben müssen.


    Es gibt einfach zu viele, die NICHTS verstehen, nichts verstehen können.


    Wenn ich meine Gefühle erkläre, kassiere ich oft Rügen, da ich bewusst keine Euphemismen für den Dreck benutze, sondern auf einen gefälligen Wohlklang bei der Schilderung verzichte, und stattdessen auf drastische Worte setzte, denn so empfinde ICH es...


    Die vom Glück Begünstigten haben in diesem meinem Leben nur die Rolle, mit ihrem Glück mir vor der Nase herumzuwedeln, und es soll wohl gemessen

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    Dienstag, 24. November



    Keine 10 Minuten Ruhe.

    Nervös trommle ich auf meinem Bett herum.

    Ich höre plötzlich Melodien in meinem Kopf.

    Oftmals sind es mehrere, in loser Folge sich abspielende Lieder, manche scheinen sich zudem mit einem anderen zu vermischen mit dem Resultat einer Verschmelzung zweier.

    Im meinem Kopf klingt es irgendwann, als würden mehrere Radios simultan ein Lied spielen und Lieder für sich nicht mehr zu erkennen sein.


    Dann, geschickt eingefügt in diesen Wirrwarr plötzlich eine Warnung, fordernd aufleuchtend, eine Art Menetekel, und es verheisst nicht weniger als ein mir bevorstehendes Unheil...


    in einem Schwall prasseln hernach nacheinander Gedanken an mein Leben, meine Familie und an meine unerfüllte Liebe auf mich ein.

    Es ist, als sollten mir hier Dinge klar werden, gegen deren Erkenntnis ich immer rebelliert hatte:

    Vergessene Rücksichten, damals unbeachtete Einwände, als würden meine Gedanken mit eiserner Hand auf diese Themen gelenkt...


    Wird hier ein Umstand

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    Die Bereitschaft bei mir, etwas Sinnvolles zu tun, ist stets vorhanden. In solch starkem Masse, dass ich jedes Herumsitzen als unproduktiv wahrnehme, doch woher die Kraft nehmen, wenn ES wieder zuschlägt?

    Ich bin, wenn die Depression ihre Fessel vorübergehend lockert, eigentlich recht produktiv und sprühe vor neuen Einfällen. Doch sobald dieses Gefühl des beklemmenden Unwohls mich wieder heimsucht, werden alle Pläne wieder verworfen. Nicht einmal Zeichnen will mir dann gelingen- Es artet nur in hilflose Wut aus.

    Aber für schwer Depressions- Gebeutelte ist dies ja die Regel: Zuviel, immer zuviel....

    Zuviel im Kopf: Erinnerungen, Informationsstau, dann noch überflüssige Reizüberflutung überall. Als Resultat: Zusammenbruch. So auch bei mir..

    Ich kann insbesondere mit der Zeit morgens nach dem Aufwachen wenig anfangen, da ich weiss, wie anfällig ich bin und wie fragil meine Psyche ist, in etwa mit freiliegenden Zahnhälsen vergleichbar, ständig sensibel für schmerzhafte Berührungen.

    Dazu

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    22. Nov. So


    Ich habe in den vergangenen Tagen überlegt, wie ich mich davon lösen kann, in meinem Sessel zu sitzen und in Unproduktivität zu vegetieren. Immer nur uninspiriert und frustriert an meinem Schreibtisch zu hocken, und auf einen Geistesblitz zu hoffen, ist an Sinnlosigkeit ebenso kaum zu überbieten...

    Im Garten meiner Eltern fiel jetzt der herbstliche Blätterwahnsinn an. Ich habe also die Wohnung verlassen, mir einen Laubbesen gegriffen und besagtem Blätterwahnsinn Einhalt geboten, womit ich auch meinen eigenen Wahnsinn effektiv in die Schranken gewiesen habe!!

    Ich merke, gerade im Augenblick ist es für mich am besten, wenn ich Arbeiten wahrnehme, wie sie in Haus und Garten anfallen.

    Wichtig ist mir hierbei, auf eine regelmässige Atmung zu achten. Ich setze mir kein Zeitlimit, wann ich fertig sein sollte. Ich versuche stets, meinen Rhytmus dabei zu verfolgen, was sich aber schwieriger gestaltet, als ich anfangs dachte.

    Es bedarf hierbei Ruhe und Konzentration, und der

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