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    Hab heute noch alles wegen der Ausbildung zur Betreuungskraft erledigt. Sie ist genehmigt, JUHU!!!

    Sogar der Mitarbeiter der AfA bemerkte, dass es mir besser geht. Ist das nicht der Wahnsinn? Wie schnell sich das Leben ändern kann! Gut, die Depression wird sich dann wieder wichtig machen, wenn ich mich unwichtig mache. Aber im Moment genieße ich diesen Zustand. Ich hab wieder Perspektiven, ein Ziel und ich sehe das "Licht am Ende des Tunnels". Ich dachte ja, ich geh in jeder Beziehung unter.

    Ich hatte befürchtet, dass ich wieder ins Büro muss und ich da total überfordert bin. Ich hab allgemein befürchtet, dass ich mit allem überfordert bin, aber so scheint es nicht zu sein.

    Mir ist bewusst, dass auch wieder andere Zeiten auf mich zukommen können, vor allem, wenn es meinem Sohn wieder schlechter ginge. Aber ich schiebe diese bösen Gedanken erstmal beiseite.

    Ich habe das Gefühl, ich lebe wieder mehr. Okay, ich fühle mich noch oft wie unter einer Glaskugel, abgetrennt von der Umwelt

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    Gestern war der 4. Tag im Praktikum, heute habe ich frei, damit ich mich um die Ausbildung kümmern kann.

    Im Seniorenheim läuft es gut, vor allem mit den Bewohnern. Die Schwestern und Betreuerinnen sind ein wenig anstrengend, weil sich keine mit der anderen abspricht, was ich zu tun habe. Da sind z. B. Herrschaften, die nicht alleine essen können. Voraussetzung um vom Tisch weg zu kommen ist, dass sie ihre Getränke leer trinken und teilweise ihre Teller geleert sind. Das dauert natürlich alles seine Zeit, denn schnell geht da gar nix, weil sie sich verschlucken könnten und das will man ja vermeiden. Ich helfe wo ich kann, auch z. B. beim Betten beziehen, was eigentlich nicht meine Aufgabe ist (aber bevor ich rumstehe...), aber ich kann mich nicht teilen und ich fange an, Grenzen zu setzen, wenn jemand aus dem Hinterhalt ruft ich müsse noch bei jemandem das Essen eingeben. Früher hätte ich das still schweigend hin genommen und mich beeilt, dass ich mit dem 1. Bewohner fertig

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    Der 2. Tag des Praktikums ist um. Ich hätte nie gedacht, dass mir die Arbeit im Seniorenheim so einen Spaß macht.

    Es ist einfach …. ich finde grad kein passendes Wort. Einige der Senioren sind geistig total fit und mit denen Späßchen zu machen ist erfrischend! Auch die, die dement sind, sind einzigartige Menschen, leben zwar in ihrer eigenen Welt, aber ihnen dabei zu helfen, sich in "ihrer Welt" zurecht zu finden (ihnen ihre Visionen nicht auszureden, sondern sie ernst zu nehmen) bringt mir viel.

    Leider ist die Zeit für Gespräche sehr knapp, was ich schade finde, aber das ist das System, in dem wir leben, alles sollte schnell gehen und man hetzt herum. Trotzdem schaffe ich es immer wieder, mich ein wenig mit den Leuten zu beschäftigen, z. B. beim Essen eingeben.

    Wahrscheinlich musste ich selbst erst ganz unten sein, um zu erkennen, dass wir Menschen alle auf einem Planeten leben und uns nur eine gewisse Zeit gegeben ist, die wir so gut es geht nutzen können/sollten. Hinter den

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    Mein erster Arbeitstag im Praktikum ist vollbracht. Dieses Praktikum findet in einem Seniorenheim statt, von 8 - 13 oder 13 - 18 Uhr, die nächsten 2 Wochen. Danach kann ich dann einen 3-monatigen Kurs, der mich als Betreuungskraft qualifiziert, besuchen.

    Ich hatte recht Bammel davor, hab mir aber eine Strategie zurecht gelegt z. B. nicht gleich alles Leid in mich "hinein zu saugen", sondern meine tieferen Gefühle erstmal außen vor zu lassen. Und was soll ich sagen, es hat funktioniert und es hat mir Spaß gemacht, die Herrschaften zu versorgen, beim Essen zu helfen, ihnen die Hände zu streicheln und mit ihnen zu lachen. Da es "nur" eine Betreuung und keine Pflege ist, ist es angenehmer. Pflege ist schon um einiges schwieriger.

    Es ist auch um Einiges leichter, wenn man sich um Menschen kümmern kann, außerhalb der Familie. Wenn ich dran denke, wie wir als Familie meine Mutter nach ihrem Schlaganfall gepflegt haben, war das eine sehr traurige und Nerven aufreibende Situation.

    Habe ich

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    Heute morgen beim 1. Kaffee ist mir aufgefallen, dass sich wieder Angst und Selbstzweifel in mir breit machen.

    Hin und her gerissen zwischen einer dosierten Euphorie und Zweifel... Meine Seele sehnt sich so nach einem "normalen" Leben, sprich zB nicht auf Teufel komm raus eher in Rente zu gehen, sondern einfach bis zur Rente durch zu halten, ja sogar vllt. noch etwas Spaß zu haben. Evtl. macht mir der Job Spaß, aber was wenn nicht....? Evlt. löst sich alles in Wohlgefallen auf, aber was wenn nicht...?

    Die "erwachsene" Gabi weiß genau, dass sie das auf sich zukommen lassen muss, ruhig bleiben soll und einfach abwarten. Das "innere Kind" schreit nach Geborgenheit, nach Stabilität und möchte sich in der Zukunft versorgt wissen, alles macht ihm schon wieder Angst und Unbehagen und ist eingeschüchtert. Es kostet viel Kraft und Energie, sich selbst auf ein etragbares Level zu bringen. Eigentlich war ich schon immer zu faul um aufzugeben. ;)

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    Die letzten Tage hat sich ziemlich viel getan. Ich fühl mich irgendwie überfordert, aber andererseits kommt meine "Kämpfernatur" wieder mehr nach oben.

    Ich sollte jetzt eigentlich eine fördernde Maßnahme von der AfA aus machen. Nun hat es sich aber ergeben, dass ich am 22.11. einen Kurs zur Qualifizierung zur Betreuungskraft, gem. § 87b SGBXI machen kann. Mein Praktikum wurde jetzt vorgeschoben, um zu sehen, ob ich dafür geeignet bin. Ich bin am Zweifeln, aber anderenteils ist mir bewusst geworden, dass ich mich in so einer Opfer-Rollen-Spirale befinde, die ich nicht mehr aushalte. Es wird mit Sicherheit nicht ganz einfach, aber ich möchte die Chance nicht ungenutzt lassen. Seit ca. 1 Woche (2 Wochen nach Erhöhung der Medikamente) geht es mir angsttechnisch etwas besser.

    Wir hatten auch 2 Tage in dieser Woche einen sehr guten Dozenten, der sehr viel Wert auf Psychologie legte und der mir etwas Halt gegeben hat während der Woche. Es verbreitete sich in mir eine Schwingung, die die

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    Heute habe ich den 2. Tag der Maßnahme von der BfA hinter mich gebracht. Gestern war GsD schon nach einer Stunde Schluss. ich fühlte mich blümerant. Heute für mich um 12.05 h, die Anderen bis 15 h. Die Gruppe besteht aus 4 Personen, heute nur aus 3, überschaubar und für mich akzeptabel. Ein Dozent, Heilpraktiker mit Psycho-Ausbildung hat Einiges erwähnt und vorgetragen, was aufbaut. Und da war es wieder mein Misstrauen: Der will doch nur, dass ich/wir den Kurs für ihn "erfolgreich" abschließen. Ob es so ist weiß ich nicht. Aber es hat gut getan, mit ihm zu sprechen über uns und Gott und die Welt. Was mich daran stört, ist eben mein Misstrauen. Mein Hirn rattert dann, beobachte die Haltung des Dozenten, seine Augen und ich bin mir sicher, dass er so gut ausgebildet ist, dass er seine wahren Gefühle gut verbergen kann.

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    Heute geht es mir besser, als die letzten 2 Tage, bin aber immer noch ein bisschen durch den Wind. Hab gestern ne Meditationsübung gegen Angst gemacht. Bin dabei eingeschlafen, aber es hat gewirkt.

    Hab heute auch gependelt und Antworten auf meine Fragen bekommen, wie ich jetzt mit dem Ganzen umgehen soll.


    Von einer Freundin hab ich zur Antwort auf meine Frage bekommen, dass ich riesige Angst hab: "Du bist eine starke Frau". Pfh… !?

    Ich weiß, sie hat selbst Mordsprobleme und kann sich einfach mit meinen nicht beschäftigen. Für mich war dieser Satz so ähnlich wie: Lass mich in Ruhe! Ich lass das einfach mal so stehen.


    Nun gut, es ist wie es ist und ich versuche das Beste daraus zu machen. Geholfen hat mir sehr, dass ich hier schreiben konnte und Feedback bekommen habe. Manchmal ist es ganz gut, wenn man sich nicht persönlich kennt, denn dadurch besteht ein objektiverer Abstand. Danke Euch!!!

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    ... wenn ich das Gefühl habe, keiner will was von mir wissen.

    Mir ist schon vor langer Zeit aufgefallen, dass sich z, B. mein Bruder und seine Familie so gut wie nicht für meine Kinder interessiert. Am Telefon wird mir so oft mitgeteilt, was sie mit ihren Kindern mitmachen. Ich hab sie schon mal darauf angesprochen, ob ihnen aufgefallen ist, dass sich kein Mensch für meine Kinder interessiert und nach ihnen fragt. Eine Zeit lang war es gut und es wurde nachgefragt, wie es Robin und Bastian geht. Aber das ist wieder alles eingeschlafen.

    Grad eben hab ich meine Freundin angefunkt und als Antwort hab ich bekommen, dass sie Magen-Darm hatten und sie jetzt in die Kirche geht. Kein Wort: Wie geht es dir... , wie geht es deiner Familie...

    Ich bin 1,75 m groß und hab nicht mal Angst vor Größeren, habe normalerweise keine Hemmungen, mich mitzuteilen und plötzlich fühl ich mich klein, wertlos.

    Boh, das ist doch alles so bescheuert!

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    Am Montag nächste Woche soll ich vom Arbeitsamt in eine 4-wöchige Maßnahme „zur Aktivierung der beruflichen Eingliederung“.

    Ich hab richtig Bammel davor. Zum Einen wieder mal beweisen zu „dürfen“, dass meine Kapazitäten bezüglich Konzentration und Ausdauer erschöpft sind und zum Anderen begebe ich mich da teilweise in eine Umgebung, die sozial an die Teilnehmer diverser TV-Serien, bei denen es um HartzIV-Empfänger geht, die z. B. behaupten, sich nicht abrackern zu wollen, da es sich so auch ganz gut leben lässt, erinnert.

    Man sieht sie hier oft vor den oder in der Nähe von den Schulungsgebäuden während der Pausen stehen, „bewaffnet“ mit Bierflaschen und teilweise mit nicht sehr ansprechendem Benehmen.

    Komisch an der Sache ist, dass gerade ich, die sonst für Vieles Verständnis aufbringt und sich für tolerant hält, Angst hat, mich in so eine Gesellschaft zu begeben.


    Auch, dass ich mich diesbezüglich emotional momentan überhaupt nicht im Griff hab, belastet mich sehr. Ich kann

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