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    Endlich mal wieder ein bisschen Zeit, um hier zu stöbern und zu schreiben. Leider komm ich die letzte Zeit nicht mehr oft dazu und es fehlt mir.

    Nach den 3 Jahren zu Hause ist das Leben mit dem Betreuungskurs auch nicht einfacher geworden. Ein Rhythmus stellt sich nur sehr langsam ein. Und an solchen Tagen wie heute (mit Sohnemann beim Orthopäden, viel Schreibkram erledigt, vorgestern mit ihm beim Kardiologen) bin ich sehr angespannt und ich fühle, wie die Gelassenheit, die ich mir mühsam aufbaute, flöten geht.

    Die Vorbereitungen zur Prüfung laufen und da ich mir nicht einfach so alles merken kann, ist das auch Energie raubend. Mit meiner Einstellung oder meinem Wunsch, wie es in einem Seniorenheim laufen sollte/könnte, ecke ich auch immer wieder an. Und dann werd ich still und sag nix mehr. Nicht weil ich beleidigt bin, mir wird es zu anstrengend mich verständlich zu machen. Früher hab ich auf Teufel komm raus diskutieren können. Die Zeiten ändern sich ;)

    Momentan bin ich sehr müde,

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    Weihnachten ist überstanden. Ich hatte viel Zeit, um neue Erkenntnisse aus Altem zu gewinnen, mich von ein paar wenigen "Altlasten" zu befreien und teilweise zu erkennen, dass sich schuldig fühlen und nichts dagegen zu tun, einen in eine Opferrolle bringt und äußerst destruktiv ist. Die Gegenwart zu nutzen, um etwas besser zu machen und zu verändern, ist für mich die 1. Wahl.

    Das alte Jahr neigt sich dem Ende und das neue klopft quasi schon an die Tür. Für mich ist es wichtig, das alte Jahr Revue passieren zu lassen, ein Ritual das ich schon lange zum Jahreswechsel praktiziere. So habe ich festgestellt, dass trotz meiner depressiven Phasen doch auch Gutes hängen geblieben ist. Die Depression lässt sich nicht auf Knopfdruck ins Universum beamen. Dennoch schaffe ich es immer wieder genug Energie aufzubringen, um Neues zu wagen, auch wenn es mir in der depressiven Zeit schwerfällt durchzuhalten. Dafür bin ich dankbar und, dass es keine Katastrophen in meiner Familie gab. Achtsam

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    Im Moment bin ich am Lernen für die Ausbildung. Passt nicht in das Weihnachtskonzept (Zimmer putzen, in dem der Christbaum steht, dekorieren...).

    Mit dem Dekorieren hab ich es heuer nicht so, spartanisch, praktisch, weil gleich weggeräumt. Früher habe ich es so genossen, hab sogar Plätzchen gebacken, obwohl ich da früher schon sehr faul war. Hab aus einem Plätzchenteig, mehrere Sorten gemacht.

    Früher war alles anders ;) Hör mich schon an, wie eine 80´jährige. ;)

    Da waren alle Kinder da, es wurde aufgekocht, alles war bis ins Kitschige dekoriert und alle haben sich darüber gefreut.

    Jetzt ist es anders. Robin kommt zwar an hl. Abend, er will nicht über Nacht bleiben. Hab herausgefunden, dass er Angst vor seinen Reaktionen hat. Der Große hat sich nach unserer Auseinandersetzung nicht mehr gemeldet, na ja gut, ich mich bei ihm auch nicht, weil ich meinen Abstand zu ihm braucht, genauso wie er zu mir. Liest sich schrecklich für eine Mutter, aber wir Beide sind immer weniger kompatibel, je

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    Komm heute auch mal wieder zum Schreiben. Die letzten Tag waren für mich sehr anstrengend. In dem ganzen Wust von Formularen (AfA, Familienkasse, Bezirk), dem Kurs und dem alltäglichen Wahnsinn, bin ich kaum dazu gekommen, zu überlegen, was mir gut tut.

    Am Freitag hatten wir eine "Reise" eines an Demenz erkrankten Menschen, eine Art Meditation. Währenddessen war ich fast am Heulen, weil ich für Meditationen sehr empfänglich bin und manche meinen, ich mich zu sehr in andere Personen versetzen kann. Mir hing das gestern noch nach.

    Gestern dann war ich bei meinem Sohn, gingen zusammen einkaufen, quatschten noch ein bisschen und dann brachte ich ihn zurück in die Gruppe. Er ging auf sein Zimmer, in der Annahme ich sei schon längst weg hörte ich ihn plötzlich schimpfen und mit Gegenständen schmeißen. Ich wollte zu ihm, aber die Betreuer meinten, er bräuchte in der Phase seine Ruhe und keine weiteren Reize von außen, dann würde er sich wieder beruhigen. Außerdem wurde mir gesagt,

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    Nach den Wochen Arbeit im Seniorenheim muss ich gestehen, dass ich teilweise überfordert bin. Nicht mit der Arbeit, sondern dem täglichen Wahnsinn drumherum. Ich bekomm Haushalt und Arbeit nicht so gut gebacken, was ich aber jetzt nicht als allzu tragisch empfinde, okay, ein bisschen schlechtes Gewissen hab ich schon. Was mich dann aus der Bahn wirft, sind z. B. Formulare der Familienkasse, AfA und und und. Dafür hab ich überhaupt keinen Nerv, weil ich mich jetzt auf die Ausbildung konzentriere und alles auf einmal schaff ich nicht in Ruhe und Gelassenheit. Wobei ich mir sage, dass ich bisher auch alles in den Griff bekommen habe, schleicht sich da immer wieder so ein Teufel in meine Gedanken, der meint er müsse mich in das schwarze Loch schmeißen, aus dem ich grad kraftraubend rausgekrabbelt bin. So ein Scheiß aber auch.

    Dann kommt dieser Teufel auch noch mit: "Wer weiß, ob Du das alles auf Dauer schaffst".

    Aber, ich bin zu faul, um aufzugeben! ;)

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    Nun bin ich in der 3. Woche des Praktikums und habe auch schon die Schattenseite in diesem Seniorenheim kennen lernen dürfen. Okay, ich sollte vllt. nicht darüber schreiben, aber es muss aus mir raus, Ihr seid ja irgendwie meine Therapeuten, die ehrlich ihre Meinung kund tun!

    Erwähnt hab ich ja schon, dass einige Mitarbeiter/innen recht schnippisch sind und ich arbeite immer noch daran, es mir nicht zu Herzen zu nehmen. In letzter Zeit wurde ich von denen auch oft gefragt, was ich früher beruflich gemacht hätte und kaum eine versteht, warum ich den Beruf wechseln will, von meinen Depressionen hab ich nichts erzählt.

    Dann ist da noch die Leiterin des Heimes. Sie ist eine sehr vorlaute Person, auch schnippisch und hat einen Chargon wie ein Scherenschleifer, was ich recht unpassend finde. Sie sitzt mit dem Personal immer mit im Raucherraum. Die Anwesenden versuchen ihr Bestes zu geben, um ihr gefällig zu sein, wenn sie anwesend ist. Sie hat mich auch gleich von Anfang geduzt, ohne mich

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    Gestern war ein harter Tag für mich. Meine direkte Vorgesetzte war nicht da, so wurde ich einer anderen zugeteilt. Die ist recht schnippisch, was ich nicht vertrage, weil ich denke, dass man mit dem Umfeld nicht so umgehen muss. Dann habe ich feststellen müssen, dass die männlichen Bewohner oft sehr "eigenartig" sind, rechthaberisch, grantig und fordernd. Ich arbeite daran, mir das nicht zu Herzen zu nehmen, hat ja auch nix mit mir zu tun, die sind eben so. Und manche Angehörige der Bewohner sind auch etwas "seltsam". Aber damit umzugehen ist die Kunst.

    Gestern war "Kaffeeklatsch mit Klaviermusik zum Mitsingen. Alte Lieder, deren Texte ich teilweise nur im Refrain kannte. Aber die Herrschaften haben fleißig mitgemacht und die beiden Damen neben mir konnte ich dazu animieren etwas mit den Händen mit zu schunkeln. Wir führten nette Gespräche und es war eine gelungene "Musikstunde". Irgendwie fand ich die Beiden putzig, was aber nicht heißt, dass man sie in ihrer Art nicht ernst

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    Heute ist der 7. Praktikumstag. Ich fühle mich wohl bei der Arbeit. Nur Mitarbeiter sind manchmal etwas launisch, launischer als die Bewohner und oft sehr hektisch. Was ich überhaupt nicht verstehen kann, weil´s gar nicht um Notfälle geht. Aber die sind oft so angespannt und unter Druck (kommen aus diesem Teufelskreis wie es scheint nicht mehr raus), dass sie manchmal nicht mehr merken, dass sich der Stress auch auf Kollegen und vor allem die Senioren überträgt.

    Heute muss ich von 13 -18 Uhr ran. Die Zeit vergeht ziemlich schnell. Abends bin ich immer so müde, gestern z. B. bin ich um 20.15 auf der Couch eingeschlafen und um 21.30 ins Bett.

    Gestern habe ich die Bewerbung für die Eignungsfeststellung und das Praktikum zur Ausbildung abgegeben. Mal sehen, ob sie mich nehmen. Falls ja, werde ich auch da auch nach (bzw. kurz vor) der Ausbildung eine Bewerbung abgeben (vorausgesetzt ich bestehe die Prüfung).

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    Hab heute noch alles wegen der Ausbildung zur Betreuungskraft erledigt. Sie ist genehmigt, JUHU!!!

    Sogar der Mitarbeiter der AfA bemerkte, dass es mir besser geht. Ist das nicht der Wahnsinn? Wie schnell sich das Leben ändern kann! Gut, die Depression wird sich dann wieder wichtig machen, wenn ich mich unwichtig mache. Aber im Moment genieße ich diesen Zustand. Ich hab wieder Perspektiven, ein Ziel und ich sehe das "Licht am Ende des Tunnels". Ich dachte ja, ich geh in jeder Beziehung unter.

    Ich hatte befürchtet, dass ich wieder ins Büro muss und ich da total überfordert bin. Ich hab allgemein befürchtet, dass ich mit allem überfordert bin, aber so scheint es nicht zu sein.

    Mir ist bewusst, dass auch wieder andere Zeiten auf mich zukommen können, vor allem, wenn es meinem Sohn wieder schlechter ginge. Aber ich schiebe diese bösen Gedanken erstmal beiseite.

    Ich habe das Gefühl, ich lebe wieder mehr. Okay, ich fühle mich noch oft wie unter einer Glaskugel, abgetrennt von der Umwelt

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    Gestern war der 4. Tag im Praktikum, heute habe ich frei, damit ich mich um die Ausbildung kümmern kann.

    Im Seniorenheim läuft es gut, vor allem mit den Bewohnern. Die Schwestern und Betreuerinnen sind ein wenig anstrengend, weil sich keine mit der anderen abspricht, was ich zu tun habe. Da sind z. B. Herrschaften, die nicht alleine essen können. Voraussetzung um vom Tisch weg zu kommen ist, dass sie ihre Getränke leer trinken und teilweise ihre Teller geleert sind. Das dauert natürlich alles seine Zeit, denn schnell geht da gar nix, weil sie sich verschlucken könnten und das will man ja vermeiden. Ich helfe wo ich kann, auch z. B. beim Betten beziehen, was eigentlich nicht meine Aufgabe ist (aber bevor ich rumstehe...), aber ich kann mich nicht teilen und ich fange an, Grenzen zu setzen, wenn jemand aus dem Hinterhalt ruft ich müsse noch bei jemandem das Essen eingeben. Früher hätte ich das still schweigend hin genommen und mich beeilt, dass ich mit dem 1. Bewohner fertig

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