Notiz für meinen Arzt

Hab mich mal hingesetzt, überlegt und aufgeschrieben, was ich meinem Arzt von mir berichten kann. Wahrscheinlich kommen bis zu dem Termin noch der ein oder andere Punkt dazu.


Angst:

Wenn ich einen Job bekomme total zu versagen.

Beim Schreiben bekomme ich oft die Wörter in einem Satz durcheinander.

Es fehlt die Konzentration.

Auch die Ausdauer.

Körperlich bin ich nicht wirklich einsetzbar.

Um meine Zukunft. Bekomme ich keinen Job, stürze ich finanziell total ab.

Mich nicht mehr genügend um Robin kümmern zu können.

Es könnte etwas Schlimmes passieren. Ich würde es im Moment nicht ertragen, wenn es Robin wieder schlechter ginge.

Wenn meiner Familie oder den Katzen etwas passieren würde.

Dass ich die Medikamente umsonst nehme und es nichts gibt, was wirkt.



Ich mache oft Dinge falsch:

Wasser statt Kaffee in den Filter der Maschine zu schütten (nicht nur 1 mal passiert).

Oder vergesse den Wasserhahn zu zudrehen (auch nicht nur 1 mal passiert).

Vergesse ein paar Mal am Tag, was ich eigentlich wollte.

Trage Termine falsch in den Kalender ein oder vergesse sie ganz.

Vergesse wie der Rückwärtsgang beim Auto eingelegt wird.

Schütte den normalen Müll in den Kompost.

Ich kann keine

Tageszeitung mehr lesen,

keine Tierfilme, bei denen Beute gemacht wird gucken,

keine Nachrichten mehr ansehen,

keine Dokumentationen wie „Weltspiegel“ bis vor einem halben Jahr regelmäßig geschaut.

Ich kann mich nicht auf das Abnehmprogramm der Krankenkasse konzentrieren.


Flashbacks vermehrt seit ein paar Monaten

z. B. als ich Robin in die Klinik brachte, die Tür hinter mir zu ging und er schrie und weinte und mich bat ihm zu helfen.

Wie er fixiert und kaum noch ansprechbar war.

Als er mit ein paar Mann der Polizei abgeholt wurde, sie ihn übertriebenerweise fesselten und den Kopf so weit nach unten drückten, dass er keine Luft mehr bekam.


Ich sehe komische Dinge vor dem Einschlafen (keine Träume)

1 mal eine Vergewaltigung (ich fühlte große Angst und Entsetzen) und 1 mal ein wild tanzender Indianer, direkt bei mir (ohne Alkoholkonsum und keine erhöhte Dosis der Medikamente. Ich fühlte dabei keine Angst, aber es war mir zu laut und zu wild)


Manchmal fange ich wie aus dem Nichts an leicht zu zittern.

Leide oft unter Kopf-, Schulter- und Rückenschmerzen.

Kann trotz der Medikamente in letzter Zeit oft nicht gut einschlafen.

Kann mich nicht mehr auf meine Hobbys konzentrieren.

"Auch wenn es gelänge, die Tiere vor uns zu schützen, wir hätten nichts erreicht. Erst wenn es gelingt,

die Tiere nicht mehr schützen zu müssen, sind wir am Ziel! Dann haben wir etwas verändert: UNS"

Michael Aufhauser (Gut Aiderbichl)

Kommentare 4

  • Gaby, ich drück Dir ganz fest die Daumen fürs Arztgespräch!

  • Das aufschreiben ist gut - das mache ich auch öfter.

    Ich habe auch schon Sätze abgeschrieben für meine Thera, damit sie weiß, was ich damit meine, wenn ich sage, ich schreibe "normale" Wörter falsch oder an die falsche Stelle.

    Weil ich es immer später nicht richtig erklären kann.


    Und wenn ich etwas nicht aufschreibe, ist es manchmal sonst so, der Kopf ist total leer und ich weiß nicht was ich ihr erzählen soll - mit so einem Zettel fühle ich mich besser

    • Das geht mir genauso. Ich vergesse oft zu sagen, was ich eigentlich wollte.

    • Hab z. B. in der Liste den Tinnitus, der sich zeitweise verschlimmert, vergessen.