Ärger und Gefühle gegen Verstand

Auf dem Weg zu meinem Sohn ist es mir heute beim Einbiegen in das Gelände der Einrichtung passiert, dass eine junge Dame ziemlich nah an mir dran war. Als ich einen Fußgänger passieren ließ, fing sie an zu schimpfen und ich regte mich da gleich so auf, weil sie ja selbst Schuld war, dass sie nicht an mir vorbei konnte, weil sie eben so dicht aufgefahren war. Sie gestikulierte wild, worauf ich ihr einen Vogel zeigte, ich regte mich auf wie Sau. Hinterher dachte ich mir, warum regt mich das so auf? Warum guck ich auch noch hin, wenn sie sich über mich ärgert? Und warum lass ich mich auf so ein blödes KiGa-Gehabe ein? Warum gelingt es mir nicht ganz bei mir selbst zu bleiben und lass mich auch noch provozieren?

Mein Sohn spürte gleich, dass ich etwas "verkrampft" war und meinte, morgen bräuchte ich nicht kommen um mit ihm Krankengymnastik zu machen.

Danach hatte ich noch ein eher amtliches Gespräch. Und ich hörte wie der Herr, mit dem ich einen Termin hatte sich im Nebenzimmer unterhielt. Ich dachte: Hat der unsympathische Stimme, so aufdringlich und als ich ihn sah, war er mir richtig unsympathisch und irgendwie hat der das auch gespürt, bzw. meine Haltung und meine Einstellung zu ihm "erahnt". Und das war mitunter das Resultat, dass ich mich nach dem Ärger, verkrampft hatte.

Warum macht man sich das Leben schwer und lässt sich emotional auf Dinge ein, die einem schaden?

Ist doch voll blöd!