Erwartungen verringern

Verabschiede dich von der Vorstellung, wie Menschen sich verhalten sollten und was Menschen tun sollten.“

Über diesen Satz hab ich jetzt lange nachgedacht und über die Frage, welche Erwartungen ich an andere habe.


Meine Erwartung an einen höflichen Umgang mit- und untereinander hab ich nicht aufgegeben, auch wenn ich unhöfliche und verletzende Menschen nicht ab kann, bin ich der Überzeugung, dass es einen Grund gibt, warum sie so sind. Was aber nicht heißt, dass mir alles gefallen lassen muss. Verbal kann ich ganz gut entgegensetzen.


Die Erwartung Hilfe als Gegenleistung zu bekommen, wenn ich geholfen habe, habe ich mir schon lange abgewöhnt. Entweder ich helfe gerne, eben ohne Erwartungen, oder ich lass es bleiben. Ich kann es einfach nicht leiden, wenn da aufgedröselt wird. Wenn, dann sollte es von Herzen kommen und wenn es von Herzen kommt, dann ist es ehrlich. Deshalb hab ich mir auch angewöhnt, meine Angebote zu helfen vorher abzuwägen. Irgendwie hat mir das geholfen, nicht zu verzweifeln. Mir wurde schon oft unterstellt, unter einem „Helfersyndrom“ zu leiden, was ich so nicht bestätigen kann.


Trotzdem sind meine Erwartungen enttäuscht worden. Aber ich weiß, dass es an mir liegt, wie ich mit unangenehmen Menschen umgehe, wie ich auf sie reagiere und somit auch wirke.


Bei Google heißt es zur Definition von Erwartung: „Eine Erwartung bezieht sich auf die Annahme oder Antizipation eines zukünftigen Ereignisses.“

Der Dalai Lama hat recht mit seiner Aussage: „Wenn wir unsere Erwartungen verringern, werden wir Zufriedenheit erfahren“.

Erwartung ist nicht die Wahrheit, es ist meine Perspektive, eine Vorstellung, wie etwas zu sein hat, nicht mehr!

Ich habe von einem Experiment gelesen:

Ein Tag ohne Erwartungen

Das kann heißen, wenn ich etwas Gutes tu, kein Lob oder Anerkennung zu erwarten.

Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, keine grüne Welle, keinen Stau zu erwarten.

Keine Pünktlichkeit bei Bahn oder Bus zu erwarten.

An der Kasse nicht schnell dran kommen…

Von anderen nicht erwarten, dass sie ausgeglichen, frisch und ausgeruht z. B. von der Arbeit nach Hause kommen.

Die Liste lässt sich ewig fortsetzen. Wichtig dabei ist auf die Gedanken und Gefühle zu achten, nicht zu verurteilen Erwartungen zu haben sondern einfach nur wahr zu nehmen und akzeptieren was ist.

Der Sinn meiner Existenz ist keine logisch-mathematische Gleichung,

die ich rational zusammenstellen und dann auch noch öffentlich belegen kann.