Nach dem 4. Tag Praktikum

Gestern war der 4. Tag im Praktikum, heute habe ich frei, damit ich mich um die Ausbildung kümmern kann.

Im Seniorenheim läuft es gut, vor allem mit den Bewohnern. Die Schwestern und Betreuerinnen sind ein wenig anstrengend, weil sich keine mit der anderen abspricht, was ich zu tun habe. Da sind z. B. Herrschaften, die nicht alleine essen können. Voraussetzung um vom Tisch weg zu kommen ist, dass sie ihre Getränke leer trinken und teilweise ihre Teller geleert sind. Das dauert natürlich alles seine Zeit, denn schnell geht da gar nix, weil sie sich verschlucken könnten und das will man ja vermeiden. Ich helfe wo ich kann, auch z. B. beim Betten beziehen, was eigentlich nicht meine Aufgabe ist (aber bevor ich rumstehe...), aber ich kann mich nicht teilen und ich fange an, Grenzen zu setzen, wenn jemand aus dem Hinterhalt ruft ich müsse noch bei jemandem das Essen eingeben. Früher hätte ich das still schweigend hin genommen und mich beeilt, dass ich mit dem 1. Bewohner fertig werde. Meine Kollegin, die mich anlernt kommt leicht ins Hudeln, aber ich versuche, mich nicht stressen zu lassen um den Bewohnern gerecht zu werden.

Gestern war ich mit einer Freundin unterwegs, die recht aufgelöst und nervös war. ich hab sie zum Amt gefahren und bin mit ihr mitgekommen. Sie war hinterher so gelöst und hat sich so gefreut, diesen Schritt gemacht zu haben. Sie sagte mir dann auch, dass sich irgendwas an mir ins total Positive geändert habe. Ich spüre das selbst.

Ins Straucheln komm ich momentan noch mit Praktikum und Haushalt. Was früher ich mit Links gestemmt habe, geht einfach nicht mehr. Als ich noch ganztags malochen war, war der Haushalt trotzdem gut in Schuss. Jetzt bring ich das halbtags nicht mal fertig, weil ich so fix und foxi bin nach der Arbeit. What shalls, ich versuche geduldig mit mir und nicht böse auf mich zu sein, weil ich Vieles einfach nicht mehr so schaffe.