Praktikum

Gestern war ein harter Tag für mich. Meine direkte Vorgesetzte war nicht da, so wurde ich einer anderen zugeteilt. Die ist recht schnippisch, was ich nicht vertrage, weil ich denke, dass man mit dem Umfeld nicht so umgehen muss. Dann habe ich feststellen müssen, dass die männlichen Bewohner oft sehr "eigenartig" sind, rechthaberisch, grantig und fordernd. Ich arbeite daran, mir das nicht zu Herzen zu nehmen, hat ja auch nix mit mir zu tun, die sind eben so. Und manche Angehörige der Bewohner sind auch etwas "seltsam". Aber damit umzugehen ist die Kunst.

Gestern war "Kaffeeklatsch mit Klaviermusik zum Mitsingen. Alte Lieder, deren Texte ich teilweise nur im Refrain kannte. Aber die Herrschaften haben fleißig mitgemacht und die beiden Damen neben mir konnte ich dazu animieren etwas mit den Händen mit zu schunkeln. Wir führten nette Gespräche und es war eine gelungene "Musikstunde". Irgendwie fand ich die Beiden putzig, was aber nicht heißt, dass man sie in ihrer Art nicht ernst nehmen sollte.

Morgen geht es dann auf in den 1. Tag Schule, darauf folgt am Montag gleich die Eignungsfeststellung bis 4. November, den ich im gleichen Seniorenheim machen kann. Sprich, schon mal ein Vorteil, weil ich den Ablauf, die Angestellten und die Bewohner schon etwas kenne. Macht es einfacher.

Der Sinn meiner Existenz ist keine logisch-mathematische Gleichung,

die ich rational zusammenstellen und dann auch noch öffentlich belegen kann.