Was mögt Ihr an Euch? Worauf seid Ihr stolz?

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Vampirevani.

  • Ein Thread hat mich zum Nachdenken gebracht, was mag ich an mir und worauf bin ich eigentlich stolz...?

    Es scheint gar nicht so einfach zu sein, auf Anhieb Positives an und in sich selbst zu finden. Dabei stärkt es das Ego und die Liebe zu sich selbst. Was hemmt uns so, dass wir oft nicht gleich auf solche Fragen eine Antwort finden? Etwas an sich gut und schön zu finden klingt überheblich und narzistisch und wir haben gelernt nicht so zu sein. Hier klafft eine Riesenlücke zum Einen, sich immer zurückzunehmen und sich selbst nicht wertzuschätzen oder zum Anderen total egoistisch und voll in sich verliebt zu sein, Extreme halt und dazwischen nichts. Dabei gibt es das Dazwischen, das einem das Leben leichter macht, ohne vom Boden abzuheben.


    Ich z. B. bin stolz darauf, dass ich nach sämtlichen "Niederlagen" wieder aufgestanden und weiter gegangen bin. Oder, dass ich bei wichtigen Dingen immer wusste, was gut für mich ist und das auch durchgezogen habe. Bei den Kleinen Dingen bin ich noch nicht so standfest. Dass ich immer wieder von vorne anfangen konnte und auch mit der Depression nicht untergegangen bin.

    Auch finde ich meine Augenfarbe schön, früher war ich da total kritisch und fand nur andere schön und besser als mich.


    Vielleicht fällt auch Euch das Ein oder Andere ein, was Ihr mögt und auf was Ihr stolz seid, um eventuell einen Punkt zu finden, der vor Augen führt, dass Ihr gar nicht verkehrt seid! ;)

  • Ok - also ich bin mächtig stolz auf meine Kinder.

    Vor einigen Tagen bin ich beinah geplatzt vor stolz.

    Mein Sohn ist Erzieher und da gab es wohl eine Diskussion bzw Gespräch und er wusste nicht das in seiner KiTa nur ein farbiges Kind ist.

    Weil er nie auf die Herkunft der Kinder achtet - Kind ist Kind.

    Und da war ich richtig stolz, er hat das was ich versucht habe ihm beizubringen - nicht nur "nachgeplappert" sondern verinnerlicht.

    Keine Ahnung ob ich das - was ich meine - damit gut erklärt habe - aber ich war super glücklich.

  • Meine Schwiegereltern (Gott hab sie selig) haben gemeint, meine Kinder seien Sorgenkinder und nicht so viel wert. Denen haben wir es gezeigt. Hab sie dann mal aus meiner Wohnung rausgeworfen, weil mir die dämlichen Sprüche einfach zu viel waren und die Kinder das auch nicht mitbekommen sollten. Der Große ist gehörlos und der "Kleine" hat Trisomie 21.

    Ich bin stolz auf sie, weil sie sich nicht unterkriegen lassen und weil sie schon Vieles geschafft haben, auf das sie selbst stolz sein können. <3

  • JEDES Kind hat etwas auf das man stolz sein kann, bzw. es selbst.


    Bei mir ist es so dass ich mich eher über das positive von Junior freue wie dass ich stolz bin.


    So finde ichs z.B. klasse dass er als Erwachsener in den Ferien in der Zirkusfreizeit, in der er selbst als Kind war, jetzt als Betreuer tätig ist.


    Außerdem freut es mich dass er von der Studienstiftung des Dt. Volkes aufgenommen wurde, das ist SEINE Leistung, aber, ich klopf mir auf die Schulter und sage mir: Ich habe die Rahmenbedingungen wohl nicht zu schlecht geschaffen.


    Und um es ganz deutlich zu sagen: Besondere Kinder haben auch besondere Fähigkeiten, jedes Einzelne etwas anderes. Es steht niemandem zu Menschen nach einer Schablone zu beurteilen. Egal welcher Abstammung, Ausbildung, Job oder sonstwas.

  • Hallo,


    Das ist wirklich ein schweres Thema. Wo, ich denke wirklich jeder ein Problem damit hat. Denn wie schon genannt, sehen wir oft die positiven Dinge nicht.


    Ich arbeite zur Zeit stark daran mir Tag täglich aufzuzählen was ich gutes erreicht habe oder was ich positives von Tag erwarte. Klappt natürlich nur schwermütig in Etappen, aber ich bin dran. Und darauf bin ich schon stolz. Denn Disziplin habe ich schon lange nicht richtig, egal um was es geht und wenn ich dann mal einige Tage hintereinander an einer Sache konzentriert arbeite ist das schon eine große Leistung für mich.

    Ich bin auch dankbar/ stolz, das ich mich bereit erklärt habe mir helfen zu lassen, denn ich weiß, das ich nicht hier so stehen würde hätte ich das noch immer nicht geschafft.
    Ebenfalls bin ich stolz mir gewisse Lebensstandards erarbeitet zu haben (eigne Wohnung, mein Haustier, Finanzen, Einrichtungen), dass alles war ein schwerer Kampf aber ich habe es mit etwas Hilfe geschafft.
    Nun ich bin auch stolz das ich mein bestes jeden Tag gebe und es Hin und wieder schaffe mich zum Spaziergang oder Gitarre spielen etc. Zu bewegen.

    Und das ich trotz meinem Inneren Krieg, es schaffe etwas am Leben meiner Liebsten teilzunehmen.


    Und das ich seit 6 Monaten clean bin .


    Das sind Dinge auf die ich aktuell stolz bin, auch wenn es sich noch immer etwas fremd anfühlt.


    LG

    VAMP <3