Der Umgang mit negativen Gefühlen anderer

Es gibt 2 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Becco.

  • An meinem Arbeitsplatz stellt sich immer mehr heraus, dass viel Neid in der Luft liegt. Anfangs durfte ich mir von der Stationshilfe anhören, dass sie nur am Laufen wäre und keine Zeit zum Rauchen hätte (wir dürfen unter der Arbeitszeit rauchen, müssen dies aber abzeichnen). Oder, dass sie, wenn sie im Büro sitzen würde (ich war ja vorher im Büro) die Füße auch ganz gemütlich hochlegen würde. Zu so viel Blödheit fiel mir gar nichts mehr ein und ich bin einfach wortlos gegangen. Da geht´s z.B. auch um den Pflegebonus, den die Stationshilfen nicht erhalten (was ich als ungerecht empfinde), um Punkte, die an Mitarbeiter vergeben und mit Auszahlungen honoriert werden und und und... Man spürt den Neid fast körperlich und ich kann es einfach nicht verstehen und schon gar nicht damit umgehen.


    Mich würde interessieren, ob Ihr auch in solchen Situationen wart, oder seid und wie Ihr mit Neidern umgeht.

  • Hallo Becco.


    So dritter Anlauf das hier zu schreiben...

    Als ich das gelesen habe sind mir die ganzen zwanzig Jahre wo ich in der Pflege gearbeitet habe wieder hoch gekommen.

    In den ganzen Pflegeeinrichtungen wo ich war immer Neid und Zwietracht unter den Kollegen. Es wurde immer gelästert.

    Wo ich normaler Pfleger war, gab es Momente wo ich mich auch über einige Sachen geärgert habe. z.B. wenn andere durch schleimen und

    kriechen andere Posten erhalten haben und nicht weil sie dafür besonders Qualifiziert waren. In Zeit als Wohnbereichsleitung war es sogar noch schlimmer für mich, da ich immer den Spagat zwischen allen Fronten versucht habe. Um alle zusammen zu halten, damit auf meinem WB ruhe herscht.

    Wahrscheinlich wurde ich dafür auch von einigen gehasst. (nun soll mir mittlerweile egal sein)

    Aber ich kenne es nur zu gut wenn man die Luft mit dem Messer schneiden kann.

    Fazit, ich habe versucht mich da raus zu halten, oder habe versucht konstruktive Kritik zu geben. Den Ärger immer schön in mich rein gefressen und daran kaputt gegangen.


    Ich hatte dazu auch schon mal was in meinem Block geschrieben.

    Titel: Kaputte Welt eines Krankenpflegers


    Das mit dem Pflegebonus ist für mich ein riesiger Hohn. Pflegeassistenten steht dieser Bonus genau so zu wie auch den Pfleger(innen) in Krankenhäusern und allen anderen die trotz dieser Infektionswelle ihren Job nachgegangen sind um das öffentliche Leben am laufen zu halten.

    Aber Gerechtigkeit wird es niemals geben und die die am meisten profitieren sitzen eh in Berlin.

  • Du hattest es auch nicht leicht!

    Unserem Stationsleiter, 33 Jahre alt, geht´s genauso.

    Den Pflegebonus haben wir, die es beantragt haben schon erhalten. Auch ich als Betreuungsassistentin, eben nur 300 €, weil sich der nach den Stunden/Woche richtet. Die Stationshilfen bekommen den Bonus nicht. Und da die Stationshilfen bei uns Furien sind, ist der Neid extrem.