Welcher Weg hat Euch zu uns geführt?

Es gibt 87 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Charly.

  • Ich habe kein Vertrauen zu Psychologen....hab Euch im www gefunden, als ich nach einem Forum gesucht habe, ich hoffe auf Hilfe oder Tipps von Euch, meine Freundin hat Deppris, ist aber nicht im www unterwegs, also eigentlich Tipps für Sie...

  • Hallo moni,


    willkommen im Forum.


    Wir hoffen, daß Du Dich hier wohl fühlst.


    Tipps bzw. Hilfe (und Selbsterfahrungen) können wir unterstützend geben als selbst Betroffene. Ich bin mir sicher, daß Du Dich hier mit dem ein oder anderen austauschen kannst und vielleicht auch Parallelen finden wirst, was Deine Freundin betrifft.


    Wenn Du Fragen hast, bitte frag. Wir versuchen, so gut es geht, zu helfen.


    LG

    "Let the day perish on which i was born..." - YOU EXIST FOR NOTHING -



  • Hallo Sonnenblume,


    Willkommen an Bord unserer Barke. Ich denke, hier wirst Du Dich gut-aufgenommen und unterstützt fühlen.


    Zu der Frage der Selbstschädigungen in der Form des Schneidens: Für den Durchschnittsmenschen sind sie schwer nachzuvollziehen. Persönlich nehme ich aber an, daß es sich dabei schon etwas eher um einen emotionalen als um einen durch den simplen Mangel an Informationen organisierten Widerstand handelt: Der westliche Mensch fürchtet doch um sein Selbst, auch dort wo er sich darüber keine bewußte Rechenschaft gibt. Durch das "Schneiden" wird er unangenehm bis tendenziell bedrohlich mit der eigenen Fragilität konfrontiert, auch wenn er dies nicht eigentlich selber einsehen würde.


    Meine guten Wünsche mögen Dich ab nun herzlich begleiten.

  • ich danke euch für eure Worte. Ich sehe das genau so, ich selber habe Depressionen, SVV und Suizid im unterricht behandelt, also sollten es andere Berufe im Gesundheitswesen das gehabt haben. ich denke, dss ist genau so wie ihr das gesagt habt.


    habt ihr alle einen Therapeuten, wie lange habt ihr auf einen Termin gewartet?

  • Ich hab schon mehrere Therapien hinter mir und hab mich auf die Warteliste setzen lassen. Bei der letzten hat es ganz prima geklappt, 4 Wochen nach der Reha.

    Mittlerweile hab ich auch kein Vertrauen mehr zu Psychologen und wurschtel für mich selbst rum.

  • Ich hab schon mehrere Therapien hinter mir und hab mich auf die Warteliste setzen lassen. Bei der letzten hat es ganz prima geklappt, 4 Wochen nach der Reha.

    Mittlerweile hab ich auch kein Vertrauen mehr zu Psychologen und wurschtel für mich selbst rum.

    haben dir die Therapien geholfen? ich bin irgendwie skeptisch, bin zwar bei einer Psychologin, aber hab da alle 3 -4 wochen einen Termin. ich hab auch keine Ahnung, ob es was bringt, da mein größtes Problem mit meiner Mutter ist und meine Depression nicht weg geht, bevor ich nicht weiß, was meine Mutter denkt oder was sie dazu getrieben hat, den kontakt abzubrechen.

  • Sie haben ein wenig "gestützt". Ich konnte reden, hab viel geweint. Hatte aber das Gefühl nicht richtig verstanden zu werden.

  • haben dir die Therapien geholfen? ich bin irgendwie skeptisch, bin zwar bei einer Psychologin, aber hab da alle 3 -4 wochen einen Termin.

    Also ich habe auch "nur" alle 4 Wochen Termin bei meiner Thera.

    Und ob das was bringt... mmmhh also für mich ist es eine Art "Pfeiler" - ich weiß das ich sie auch anrufen kann wenn es mir sehr schlecht geht und ich weiß das sie mich unterstützt - z.B. auch bei Schreiben die sie für irgendwelche Behörden, Med. Dienst oder so beantworten muss.

    Sie kennt mich mittlerweile und weiß ob ich gut oder schlecht drauf bin.

    Ich kann einfach über das reden was mich gerade beschäftigt.


    Ich denke das meiste muss man sich selber erarbeiten.

    Mir haben Bücher und Foren auch viel geholfen.

    Der Austausch mit anderen, die Sachen die denen z.B. geholfen haben und einfach eine Akzeptanz für mich, für die Krankheit zu finden.

  • Dankeschön

  • ich hab das Problem, dass ich meine Therapeutin nicht mehr anrufen kann, sie ist nur einer von der psychologischen ambulanz und geht mitte März, weil sie schwanger ist, dann muss ich mich wieder auf eine neue Therapeutin einlassen. Hatte jetzt schon 3 und jede hat immer die gleiche reaktion, wenn ich denen davon erzähle "ja das ist wirklich hart, verstehe, warum du dich so fühlst" . Hab Angst, dass ich keinen Platz bekomme und dann alleine da stehe mit nichts.

  • Nabend!

    Ich bin dann wohl die Neue... Ich wollte nur mal kurz "Hallo!" sagen. Ich habe bewusst nach einem Forum gesucht, um endlich den ersten Schritt zu tun etwas gegen die womögliche Krankheit zu tun. Mein derzeitiges Tief scheint echt hartnäckig zu sein. Ich möchte/kann noch nicht ins Detail gehen, aber zumindest hoffe ich, dass wenn ich hier anfange zu schreiben, dass ich mir selbst helfe und evtl. seelische Unterstützung finde. Mein Umfeld zu involvieren schaffe ich nicht...


    Also auf bald!

  • Bitte melde dich an, um diesen Inhalt zu sehen.

    Hallo,

    ich bin endlich nach langer Suche auf euer Forum gestoßen und froh endlich eine hilfreiche Seite gefunden zu haben.

    Ich würde gerne von euch wissen wie ihr so mit euren Depressionen umgeht. Ich tu mir etwas schwer damit, weil meine Familie nicht wirklich hilfreich ist und eher alles schlimmer macht. Set letztem Jahr mache ich eine Psychotherapie und bekomme auch von einer Psychaterin Medikamente. Das hilft mir etwas. Ich werde im Sommer erst 18 Jahre alt und meine Therapeutin sagt mir, dass ich mit meiner Familie nicht über meine Probleme reden soll um mich selber zu schützen, weil sie mich immer als ausrede verwenden etc. Meine Eltern sind seit ich 11 bin geschieden. Streit gibt es aber immer noch und das obwohl sie nicht miteinander reden. Meine große Schwester hat keinen Kontakt zu unserem Vater im gegensatz zu mir und meiner Zwillingsschwester die jetzt nicht mehr zuhause wohnt aufgrund vieler Konflikte zwischen ihr, meiner Mama und der großen Schwester. Jetzt hab ich wenigstens mein eigenes Zimmer und kann mich besser zurückziehen. Meine zwei Kaninchen helfen mir auch. Seitdem diese Situation angefangen hat, habe ich eigene Haustiere. Ich hab gute Freunde aber ihr werdet mich sicher verstehen, dass ich meine Tiere da bevorzuge. Sie sind ein ersatz für mich, weil sie mich nicht verurteilen oder mich verletzen. Ich mache auch eine Lehre, die mir sehr viel spaß macht. Meine Kollegen sind alle sehr nett zu mir. Sie kennen meine Situation und nehmen Rücksicht. In meiner Schule ist das auch so. Ich bin sehr froh über diese hilfe. Ich hasse es, dass ich mit meiner Familie nicht darüber reden kann. Wenn ich darüber rede wird immer einem anderen die Schuld gegeben obwohl alle ihren Beitrag dazu geleistet haben.

    Ich hasse es meiner Familie die Schuld dafür zugeben, weil ich das gefühl hab das ich das nicht darf. Man gibt seiner eigenen Familie doch nicht die Schuld dafür. Meine Therapeutin hat einmal zu mir gesagt, das viele Jugendliche in meinem alter von der Familie unterstützt werden, wenn es ihnen so geht aber ich soll nicht traurig sein und mir eingestehen das meine es nicht ist. Habt ihr auch solche Erfahrungen mit euren Familien? Eine Sache hab ich noch, dann hör ich auf mit meinem Roman. Ich hab die typische schlechte Angewohnheit mich selbst zu schneiden aber ich verstecke es immer damit es niemand sieht. Ich bin gerade dabei das in den Griff zubekommen, weil ich schon Narben hab. Als hilfe hab ich mir meinen Boxsack aufgehängt. Als meine Familie das gesehen hat, weil ich einmal aber nicht mit Absicht zu tief geschnitten hab und ins Spital musste wo es gerade noch nicht genäht werden musste und ein spezielles Pflaster helfen konnte, wurde ich als dumm bezeichnet. Dabei war es eigentlich nur meine art von ausrasten ohne das es jemand merkt. Ich weiß, dass ich nicht dumm bin. Wenn ich stattdessen meinen Frust an allen auslasse wie alle in meiner Familie wär ich doch erst recht die Doofe. Meine Mama will öfters meine Arme sehen und kontrollieren ob ich es nicht wieder gemacht habe. Immer wenn ich mit einem T-Shirt herumlaufe spüre schon wie sie meine Arme ansieht. Mein Papa und meine Zwillingsschwester sind genau so. Sollte ich mich geschnitten haben ist gleich meine Mama und andere Schwester schuld. Sie werden alle wütend und sagen mir dann wie schlecht es ihnen nicht wegen mir geht. Ich hab mich mal getraut beiden Parteien zu sagen, dass mich die Streitereien belasten. Anhören durfte ich mir dann, dass man nicht immer auf mich Rücksicht nehmen kann und ich daran denken soll wie sehr ich die anderen mit meinem Verhalten verletze. Dabei rede ich nie über mich und tuhe immer so als würde es mir gut gehen.