Welcher Weg hat Euch zu uns geführt?

Es gibt 124 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Charly.

  • o nun sitze ich vor meiner Tastatur und weiß nicht wo ich den anfangen soll.


    Sitze schon 4 Jahre daheim rum und habe keinen Plan wie es weitergeht. Die Firma hat mich abgeschrieben und rausgeschmissen kurz nach dem ich Krankgeschrieben wurde.Habe schon alles durch. Erst Tagesklinik dann Therapie von 250 Stunden und 9 Wochen Reha.War Anfangs zwar ganz hilfreich und gut, aber sobald du wieder in der Realität angekommen bist holt dich der ganze Dreck was sich Leben nennt wieder ein. Komme stabil und Positiv raus und dann bähmm.....

    1.Deine Familie stempelt dich als Versager ab

    2. Die RV hat nicht besseres zu tun als dir vorzuschlagen in Rente zugehen ohne Alternativen zu prüfen ,musste meine ganzen Kraft aufzuwenden um eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu bekommen.

    3. Das Arbeitsamt stellt dich als arbeitscheuen Simulanten hin

    Das alles komprimiert innerhalb von ein paar Monaten nach meiner Behandlung.

    Nun ja ging dann wieder aufwärts 12 Monate BTZ um wieder Arbeiten gehen zu können. War Berufsunfähig geworden.

    Und dann kommt daß was mich jetzt am meisten fertig macht und mich wieder ganz weit nach unten zieht.

    Der Umgang der Gesellschaft mit depressiven Menschen man wird stigmatisiert und keiner traut einem was zu.

    Die Denken alle man ist zu nicht mehr zu gebrauchen .Habe etliche Bewerbungen geschrieben und als die Vorstellungsgepräche kamen wurde mir zu verstehen gegeben das ich wohl nicht belastbar genug sei. Wenn man alles so erlebt dann fragt man sich echt wieso man sich den ganzen Stress mit der Therapie angetan hat. Habe jetzt im Moment keine Kraft mehr eine weitere Therapie anzufangen. Was mich derzeit durchhalten lässt sind meine Nichte (2 einhalb Jahre alt) meine Haustiere (exzellente Tröster) und eine neue Arbeitsstelle die mich trotz meiner Krankheit eingestellt hat.

    Muss ich den STERBEN UM ZU LEBEN (FALCO)

  • Hallo TraurigerThor,


    willkommen bei uns und schön, daß Du da bist.


    Ich hoffe, daß Du Dich bei uns wohl fühlst und daß die Zeit im Forum bzw. die "Gespräche" hier dazu beitragen können, daß es Dir etwas besser geht.

    "Let the day perish on which i was born..." - YOU EXIST FOR NOTHING -



  • Hallo TraurigerThor,


    bin ebenfalls noch nicht lange hier, fühle mich hier jedoch bereits wohl und wünsche Dir das auch. Willkommen.


    Das mit der fehlenden Kraft für Therapie kann ich gut verstehen. Ich drücke die Daumen, dass Deine neue Arbeitsstelle sich zu einer dauerhaften entwickeln kann und Du dort Verständnis und Offenheit erfährst und dass eventuell entstehende Missverständnisse konstruktiv besprochen und gelöst werden können.

    Und immer wenn mein Herz nach Dir ruft

    und das Chaos ausbricht in mir drin,

    schick ich meine Soldaten los,

    um es wieder zum Schweigen zu bringen.

    Bis es geknebelt, gebrochen ist und weggesperrt

    und mir endlich gehorcht mein armes Herz.

    (Meine Soldaten - Maxim)

  • Hallo trauriger Thor,

    herzlich Willkommen bei uns. Gut, dass du zu uns gefunden hast. Auch ich wünsche dir, dass du dich bei uns wohl fühlst.


    Dein bisheriger Weg war gewiss kein leichter und ich kann gut nachvollziehen, dass du derzeit keinen Plan hast, wie es weiter geht.


    Wenn ich dich recht verstehe, zieht dich besonders runter, wie dich die Außenwelt wahrnimmt, angefangen von der Familie, über Arbeitgeber bis zum Arbeitsamt und zur RV.

    Ich kenne das auch und hab anfangs auch dagegen angekämpft.....


    Was mich interessieren würde, ist, wie du dich selbst wahrnimmst und was du für dich tust. (In der Klinik ist man ja erstmal von der Außenwelt geschützt, lernt teilweise überhaupt erstmal, sich selbst und die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und auf sich zu achten.) Wie ist das bei dir?


    Viele Grüße

    Wolkenhimmel